Donnerstag, 31. März 2011

Frische Luft macht muntere Kinder müde

Die letzten Tage waren toll. Strahlend blauer Himmel und ganz viel Sonnenschein. Wir haben den ganzen Tag draußen an der frischen Luft verbracht, nur zur Mittagszeit sind wir nach Hause gekommen. Abends sind die Kinder totmüde ins Bett gefallen und noch während der Gutenachtgeschichte eingeschlafen. Das kommt hier höchst selten vor. Heute regnet es allerdings...














Mittwoch, 30. März 2011

Die erste Ernte

Mit den grünen Wasserkännchen
laufen hier die Hasenmännchen,
weil das Kraut die Blätter hängt,
wird's mit kühlem Nass besprengt.
Mädchen hocken vor den Beeten,
um das Unkraut auszujäten.
Und der Lehrer der gibt acht,
dass es jeder richtig macht.

Albert Sixtus aus: Die Häschenschule

Jeden Morgen denken meine Kinder daran, ihr Gärtlein zu gießen. Da Kresse ja sehr schnell wächst, freuen sie sich auch schon über die erste selbstgeerntete Kresse auf ihrem Frühstücksbrot.
Auf meinen heißgeliebten Schnittlauch muss ich wohl noch etwas länger warten: Nur ganz vereinzelte Spitzchen haben bislang den Weg durch die Erde geschafft.


Freitag, 25. März 2011

Freitagsfüller #104






1. Tief durchatmen und dann laut schreien.

2. "Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen" und darum sagt man : "sag niemals nie"!

3. Was ist wenn Fukushima tatsächlich überall ist?

4. Nur wenn ich schwanger bin habe ich komische Gelüste.

5. Mein Blog hat nur ganz wenige Leser.

6. Eine Stunde alleine (!!!) in der Badewanne ist wie ein Kurzurlaub.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Sahne-Kohlrabi mit Gemüsefrikadellen, morgen habe ich einen "Ausflug" zur Anti-Atom-Großdemo nach Köln geplant und Sonntag möchte ich einen Schokoladenkuchen backen und meinen Geburtstag nachfeiern!

This moment

{this moment} - A Friday ritual. A single photo - no words - capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. Inspired by soulemama.


Donnerstag, 24. März 2011

Unser Jahreszeitentisch im März

Auch auf dem Jahreszeitentisch ist der Frühling eingezogen. Mütterchen Tau hat ganze Arbeit geleistet und König Winter endlich vertrieben. Schneeglöckchen, Krokusse, Hyazinthen und Narzissen stehen nun dort als Frühlingsboten-ihre Zwiebeln schauen aus der Erde heraus. Auch die Vase mit den Weidenkätzchen darf nicht fehlen. Von den Spaziergängen bringen die Kinder nun auch wieder einige Fundstücke mit, die einen Ehrenplatz auf unserem Jahreszeitentisch erhalten: Mal sind es ein paar Gänseblümchen, mal ein Schneckenhaus, schöne Steine oder Wurzeln. Bald stellen wir einen Korb für die gefilzeten Ostereier bereit, der nach und nach gefüllt wird. Am Ostersonntag werden dann die gefilzten Ostereier an Birkenzwigen aufgehangen.














Dienstag, 22. März 2011

Goldtröpfchen

Eine kleine Schüssel,
möcht´ ich gerne haben,
eine kleine Schüssel wünsch ich mir.

Eine kleine Schüssel,
möcht´ ich gerne haben,
eine kleine Schüssel wünsch ich mir.

Goldtröpfchen, Goldtröpfchen,
mit dem runden Kugelköpfchen,
komm in meine Hand, mach sie weich und sanft.

Wir reiben das Goldtröpfchen fein, in unsere Hände hinein.
Wir riechen, wir riechen, das riecht ja ach so fein.


Das Goldtröpfchen habe ich in der Waldorf-Spielgruppe meiner Tochter kennen- und liebengelernt und seitdem ist es der Höhepunkt unseres Abendrituals. Es erleichtert den Kindern den Übergang von einem ereignisreichen Tag zur Schlafenszeit. Wir kommen alle zusammen, setzten uns auf die Couch, formen unsere Hände zu einer Schüssel und singen "Eine kleine Schüssel, möcht´ ich gerne haben, eine kleine Schüsseld wünsch ich mir". Ich halte eine Muschel, die das Goldtröpfchen (Sanddorn Pflegöl von Weleda) enthält und verteile es. Jedes Kind bekommt nun einen kleinen Tropfen des Öls seine Hände  - währenddessen singen wir leise: "Goldtröpfchen, Goldtröpfchen,...". Wenn jeder sein Goldtröpfchen bekommen hat, verreiben wir es in unseren Händen. "Wir reiben das Goldtröpfchen fein, in unsere Hände hinein. Wir riechen, wir riechen, das riecht ja ach so fein." Wir halten beide Hände direkt vor unsere Nase und atmen den wunderbaren Duft des Goldtröpfchens tief ein.
Meistens folgt noch ein kurzes Fingerspiel. Zurzeit ist es "Ulle Wulle".












Montag, 21. März 2011

Unsere Frühlingsbücher

Auch unsere Frühlingsbücher sind nun endlich aus ihrem Winterschlaf erwacht. Einige Bücher lesen wir Jahr für Jahr, aber auch neue Bücher gesellen sich nach und nach hinzu:

- Etwas von den Wurzelkindern
- Frühling
- Im Schmetterlingsreich
- Ich, mein rotes Fahrrad und mein erster Garten

So langsam beginnen wir auch, uns auf Ostern vorzubereiten. Wir lesen von fleißigen Osterhasen und bunten Ostereiern:

- Vom Traum des Osterhasen
- Hoppel und der Osterhase
- Die Häschenschule
- Hasen - Geschichte
- Hasenmond
- Wundertüte vom Osterhasen















Sonntag, 20. März 2011

Tag der Gertrud

Wir säen die Samen, die Samen so fein,
wir streuen sie sacht in die Erde hinein,
wir decken sie zu,
sie schlummern in Ruh.

Bald schaut nun ein Spitzchen,
empor durch ein Ritzchen,
die Pflänzlein, sie sprießen,
wir wollen sie gießen,

und wenn wir schön warten,
wächst Ostergras in unserem Garten.

frei nach Hedwig Diestel


Heute, am Tag der Gertrud, beginnt nach alter Bauernregel wieder die Gartenarbeit.
Da wir leider keinen Garten haben, säen wir Körner (Kresse, Schnittlauch, aber auch Radieschen) in verschiedenen Tontöpfen und Schalen und singen: "Hutsch he! Hutsch he! Der Ackermann sät. Die Vögelein singen, die Körnelein springen. Hutsch he! Hutsch he, der Ackermann sät." Behutsam - ganz bedächtig -  legen meine Kinder die Samen in die Erde, bis auch das letzte freie Stück bedeckt ist. Mit ein wenig Erde werden die Samen anschließend bedeckt, damit sie in Ruhe schlafen können. Meine Kleene durfte es dann zum Schluss "regnen" lassen und hat jedem Gärtlein etwas zu trinken gegeben.
Ich freue mich schon auf das erste Butterbrot mit selbst geernteter Kresse. Hach, ich liebe den Frühling...






Samstag, 19. März 2011

Frühling

Und als der Frühling kommt ins Land,
da ziehn gleich einem
bunten Band,
die Käfer, Blumen,
Gräser klein,
frohlockend in die
Welt hinein.

Sibylle v. Olfers aus: "Etwas von den Wurzelkindern"












Die Weidenkätzchen

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

“Wollen’s gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum;
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.”

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten,
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

“Musst dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt.”

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt!

Christian Morgenstern









Samstag, 12. März 2011

Freitagsfüller #102 am Samstag






1. Beim Aufwachen hörte ich vom Tsunami in Japan.

2. Ich versuche gelassener zu werden, aber es fällt mir schwer.

3. Im Kino kann man Filme gucken, oder?

4. Wenn man nicht mit dem ganzen Herzen dabei ist, kann man es auch lassen.

5. Fastenzeit: "Ich war´s - Sieben Wochen ohne Ausreden.

6. Die Calendula Handcreme von alverde ist eine gute Handcreme.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Rahmwirsing mit Rösti und Tofu-Bratwürsten, morgen habe ich einen abendlichen Waldspaziergang zur Krötenwanderung geplant und Sonntag möchte ich Ostereier filzen!

Freitag, 4. März 2011

Freitagsfüller #101






1. Es riecht nach Wollwaschmittel.

2. Diese vergiftete Atmosphäre - ich kann das nicht ausstehen!

3.  Wie habe ich es geschafft so viele Stunden ohne Nahrung auszukommen?

4. Das es zu dieser Situation kommt, hätte ich mir nicht träumen lassen.

5. Ich freu mich auf den Frühling.

6. Die Stimmung geht rauf und runter.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich nix geplant und Sonntag möchte ich meine Ruhe haben!